AMD X2

Bestandteile:

  • PicoPSU
  • Tischnetzteil 12V oder 12 - 24V - je nach verwendeter PicoPSU
  • Mainboards mit Nvidia 7025, 7050 oder Nvidia 6100 Chipsatz (Onboardgrafik)
  • AMD-X2 CPU - vorzugsweise 3800+ EE SFF oder BE-2300 oder 4050e
  • einseitiger/singlesided Ram im Single Channel Mode
  • 2,5″ SATA Festplatte (Laptop-Festplatte)
  • Slim-DVD Brenner
  • Adapter Slim-DVD auf IDE (40pin) oder SATA
  • Adapter Molex-P4 (entfällt für neue 12V PicoPSU - hat bereits einen P4 Stecker)
  • Adapter ATX 20pin auf ATX 24pin (ist bei den meisten Mainboards nicht notwendig))
  • Software zum Untervolten

eine Anmerkung zum Verbrauch - der Wert 18W idle / 28W load wurde mit folgenden Komponenten erzielt: Asrock AliveNF7-HDready, AMD X2 3800+ EE SFF, 1 x 512 MB Ram MDT 667, Western Digital Scorpio (WD800BEVS), Samsung SN-S082H, rote PicoPSU 12-26V/120W und IBM Netzteil N1650 16V/4,5A und cpupowerd - (Softwareundevolting mit cpupowerd / Strategie MINIMUM - wenn der Prozessor bei load nicht gedrosselt wird, ergibt das einen Wert von 19W idle / 61W load)

Das unten für jede Komponente angegebene Einsparungspotential ist eine ungefähre Schätzung gegenüber anderen herkömmlichen Bauteilen. Über die Umweltverträglichkeit (Schwermetalle, PVC …) der hier angegebenen Komponenten können wir leider keine Aussage treffen, dazu fehlen uns die technischen Möglichkeiten - wir bemühen uns um eine Zusammenarbeit mit greepeace.

PicoPSU:

von der PicoPSU gibt es 3 verschiedene Varianten - Ebay-Link - auf jeden Fall ein PicoPSU mit mindestens 80W (am besten gleich die mit 120W) Leistung kaufen, die mit 60W sind für diese Prozessoren nicht geeignet - hier ein Überblick über die verfügbaren Modelle

die gelbe PicoPSU mit fixem 12V Eingang für ein Tischnetzteil. Die gelbe PicoPSU hat den Vorteil, dass die 12V direkt durchgeschliffen werden - wenn man 3,5″ Festplatten oder normale DVD-Brenner benutzen möchte, ist auf jeden Fall eine gelbe Pico_PSU zu bevorzugen. .

die rote PicoPSU mit variablem 12 - 26V oder 12 - 32V Eingang für ein Laptop-Netzteil. Die rote PicoPSU ist teurer und eine Spur ineffizienter als die gelbe PicoPSU, hat aber den Vorteil, dass es billige effiziente Laptop-Netzteile mit 18 - 19V gibt.

Die blauen PicoPSUs sind für den Anschluß an KFZ-Batterien

!!! “Vorsicht” beim Kauf von gebrauchten PicoPSUs über Ebay !!!- es gibt ältere Versionen der roten PicoPSU, die nicht mit X2 Prozessoren laufen, sondern nur mit den Single Core CPUs - mit den neueren (ab Frühjahr 2008) ist das kein Problem mehr (Unterscheidunsmerkmal: die neuen haben einen SATA Stecker drauf) - außerdem für die rote PicoPSU nur eine X2 CPU mit einer TPD von maximal 45W nehmen.

Tischnetzteil 12V oder 18V

Einsparungspotential (gemeinsam mit PicoPSU): 10-20 W

die Suche nach effizienten Tischnetzteilen ist eine eigene Wissenschaft - hier einige Links zu Netzteilen mit einer Effizienz von mehr als 85%:

eventuell ist folgendes Bundle interessant, obwohl die Effzienz mit 80% nicht sehr berauschend ist (für Server mit 3,5″ Platten) Mcubed EF14 hierzu: Testbericht

Eine detailiertere Einführung zur Effizienz von Netzteilen gibt es in diesem Meisterkühler Thread

Prozessoren:

im Prinzip ist mit allen AMD X2 CPUs ein sehr niedriger idle Wert zu erreichen - bei tomshardware gibt es einen sehr übersichtlichen Test - idle Werte und Last Werte - je nach Rechnereinsatz wählt man/frau sich die passende CPU.

Der BE-2300 und der 3800+ EE SFF sind Preis/Leistung Sieger. Auf Grund der geringsten Leistungsaufnahme im Vollbetrieb empfehle ich den 3800+ EE SFF, auch wenn die CPU in der Zwischenzeit schon in die Jahre gekommen ist. Der 4050e benötigt ungebremst unter Volllast bereits 80W - braucht daher mindestens ein Tischnetzteil mit 80W.

!!! Achtung !!! für die rote PicoPSU nur CPUs mit einer TPD von maximal 45W nehmen.

Grundsätzlich sind einkernige AMD Sempron Cpus auch möglich - auf Grund von langfristiger Verwendung (ich persönlich würde mal 10 Jahre ansetzen) sind die zweikernigen X2 CPUs auf Grund der höheren Rechenleistung zu bervorzugen. Der Preisunterschied geht in der Zwischenzeit ja gegen Null.

Prinzipiell ist ein boxed AMD Kühler mit Lüfter ausreichend - für den Einsatz im Büro oder im Wohnzimmer ist jedoch auf Grund der doch beträchlichen Lautstärke des Lüfters ein anderer Kühler zu empfehlen - eine kleine Auswahl von effizienten, leisen und günstigen Kühlern: Arctic Cooling Alpine 7 , Arctic Cooling Freezer 64 LP , Arctic Cooling Freezer 64 Pro PWM, Xigmatek Apache, Scythe Shuriken - auf die Höhe des Kühlkörpers achten, der Höhe des Gehäuses anpassen ….. die günstigste Möglichkeit besteht darin, den Arctic Cooling Arctic Fan 8 PWM auf den boxed Kühler aufzuschrauben (Bastellösung).

Für einen Office-PC ist der Xigmatec Apache zu empfehlen, da er den Grafikchip am besten mitkühlt, den original Befestigungsrahmen des Mainboards benutzt und mit 10€ sehr günstig ist (man braucht auch den Grafikchip nicht tauschen).

Für einen sehr leisen Media-WohnzimmerPC kommt eigentlich nur der Scythe Shuriken in Frage.

Mit einem passenden Gehäuse - z.B.: InterTech Airtaker (gibt es leider nicht mehr) und einem Sonic Tower ist das System sogar passiv (ohne Lüfter) kühlbar. Der Sonic Tower in Verbindung mit einem 120 mm Gehäuselüfter (siehe Rubrik Mainboards) ist auch zu empfehlen.

Ausblick: Als Antwort auf Intels Atom CPU wird es von AMD Ende 2008 den Einzelkern-Prozessor Athlon 2650e mit 1,6 GHz Taktfrequenz und 15 Watt TDP sowie um den Dual-Core Athlon X2 3250e mit 1,5 GHz und 22 Watt TDP geben. Die CPUs sind bereits bei Geizhals eingetragen, ob man/frau sie jemals kaufen wird können, oder ob die Prozessoeren nur an Hersteller ausgeliefert wird, steht in den Sternen.

Mainboards

Einsparungspotential: 1- 20 W

Hier eine Liste der Mainboards mit dem Grafikchip Nforce 7025/7050 (DVI + VGA Ausgang), hier die mit dem Nforce 6100 (nur VGA) - wobei die stromsparensten Produkte folgende sind - Auswahl ist Geschmacksache (Bios, Lüftersteuerung, bzw. verwendete Bauteile - der Unterschied in der Leistungsaufnahme der einzelnen Boards beträgt maximal 5W):

  • Gigabyte GA-M68SM-S2L, GA-M61SME-S2L oder GA-M61PM-S2
  • AN-M2(HD) oder NF-M2S
  • Biostar G(oder T)F7025-M2 oder NF61V Micro
  • Jetway M26GT3-SVG
  • ASRock ALiveNF7GAM2

Mainboards mit SIS-Chipsatz SIS 771/669 :

Im Sommer 2006 stellte SIS ein AM2 Mainboard mit einem sehr sparsamen Chip vor (TPD von 3W - den Review des Rferenz-Boards gibt es hier) - die fehlende Unterstützung von SATAII und die mäßige 3D Performance bewirkte, dass das Board von keinem Mainboardhersteller gebaut wurde. Die viel bessere 2D Qualität, die bessere USB Performance, der günstigere Preis und der sehr niedrige Stromverbrach zählten einfach nicht.

ich teste gerade die meisten der hier angeführten Mainboards (Ergebnisse in diesem Meisterkühler Thread) - aus jetztiger Sicht:

für einen Office PC empfehle ich das Gigabyte GA-M68SM-S2L
wer Firewire braucht und/oder gelegentlich HD-Video abspielen will, das Abit AN-M2HD
wer hauptsächlich HD-Video abspielen will das Gigabyte GA-M78SM-S2H

Diese Mainboards sind für PCs mit einem ATX-Netzteil geplant, die einen eingebauten Lüfter haben. Wer keinen zusätzlichen Gehäuselüfter einbauen möchte, soll unbedingt den Kühler des Chips tauschen, da diese eigentlich bei allen Boards zu heiß werden (ein kühler Chip verlängert auch die Lebensdauer des Boards). Eine Übersicht - der Notuca NC-6 ist der edelste, der Zalman ZM-NB47J ist gut und günstig - und wer beide PCI Steckplätze braucht, muß meist den Thermalright HR-05 SLI/IF nehmen.

Als Gehäuselüfter sind auf Grund der Lautstärke 120 mm Lüfter zu bevorzugen - Favorit ist der Scythe S-FLEX 800 - günstiger ist der Scythe Slip Stream 800rp - wer mehr Luft benötigt Scythe S-Flex 1200 oder Papst 4412F/2GLL

RAM

Einsparungspotential: 2-5 W

grundsätzlich sind einseitige (singlesided) Rams im Single Channel Mode am sparsamsten - beim Single Channel Mode wird der 2.te Speicherkontroller in der CPU abgeschaltet - bringt kaum einen Leistungsverlust (tomshardware hat das einmal bei einem Intelsystem getestet) und ist im Alltag nicht zu spüren, spart aber mindestens 2 W Leistung ein.

mein Favorit: Crucial Value DIMM 1 GB singlesided (CT12864AA667) - unbedingt vorher nachfragen, ob die auch wirklich einseitig/singlsided sind und ob auch wirklich Micron D9HNL-Chips verbaut sind. (es gab/gibt von diesem Chip verschiedene Varianten).

- weiters MDT 512 GB DDR2-667 bzw DDR2-533 (in der Typenbezeichnung bedeutet -8 am Ende einseitig)

- wer unbedingt Dual Channel Mode braucht, sollte 2 x einseitige Rams nehmen.

2,5″ Festplatten

Einsparungspotential: 2-10 W

Hier eine aussuchen - die schnellsten und diese ist schnell und leise, diese sind ein guter Kompromiss aus Schnelligkeit, Lautstärke und 5 Jahren Garantie.

In der Zwischenzeit gibt es bereits Notebookplatten mit 500GB - wer unbedingt eine Festplatte braucht, die größer als 500MB ist - Western Digital Green Power (3W idle)

Slim-DVD Brenner

Einsparungspotential: 1-10 W

hier ist die Liste der verfügbaren Slim-DVD Brenner - empfehlenswert sind Samsung SN-S082H und Sony NEC Optiarc AD-7543A

Seit kurzem gibt es auch SATA-Slim-DVD Brenner: Samsung SN-S083A, Sony NEC Optiarc AD-7590S, womit der lästige und schwer zu bekommende Adapter wegfällt.

Um ein Slimlaufwerk in einen normalen 5,25″ Einbauschacht einzubauen, bietet Plextor mit dem PlexWriter PX-DB608AL einen 5.25″ Einschub für 2 Slimline Laufwerke - ein PlexWriter PX-608AL Slim Slot-in ist enthalten. Der Schacht hat zwei IDE und einen normalen 4 Pin Netzteil Anschluss, jedoch leider keine Audio Ausgänge.

Manchmal ist jedoch ein interner Brenner gar nicht nötig, sondern man nimmt einen externen, der dann für alle Geräte passt - z.B: Externer Brando DVD-Brenner - hierzu: Testbericht

Alternativ kann auch ein normaler DVD - Brenner genommen werden - der Sparsamste - Samsung SH-S203D braucht weniger als 1 W idle und max. 15W - im Vergleich dazu braucht ein Slim-DVD Brenner max. 7W

Adapter Slim-DVD auf IDE (40pin) oder SATA

Ebay-Link

Adapter Molex-P4 + Adapter ATX 20pin auf ATX 24pin

gibt es bei Conrad Elektronik (www.conrad.de oder at), Reichelt oder im Elektronikladen um die Ecke

Software zum Untervolten

Einsparungspotential: 2-8 W idle bis 30 W und mehr unter load (je nach CPU)

AMD ist innovativer als Intel, was Stromsparen anbelangt - mit Cool&Quiet kann der Prozessor während des Betriebs in seiner Leistung gedrosselt und untervoltet werden - Wikipedia-Artikel

Unter Windows gibt es rmclock, CrystalCPUID - Anleitung

Unter Linux macht das cpupowerd - Anleitung und Forum dazu gibt es hier - ich finde, es funktioniert hervorragend und sollte eigentlich in jeder Distribution enthalten sein. Wenn man cpupowerd sehr rigide einstellt (Strategie MINIMUM), geht der Verbrauch unter load auf 29 W zurück - das ist für alle Office und Server Anwendungen völlig ausreichend. Wenn mehr Leistung gebraucht wird (z.B.: Videos rendern), ist das mit einem Befehl im Terminal umgestellt.

Für Linux gibt es eine eigene Stromspar- Homepage: lesswatts.org

Grundsätzliche Überlegungen zur Software:

Natürlich spielt das verwendete Betriebssystem eine Rolle in Bezug auf Schnelligkeit und Leistungsvermögen im Zusammenspiel mit der verwendeten Hardware. Windows Vista ist für ein sparsames System nicht geeignet - es braucht viel zu viel Resourcen und ist entsprechend langsam - obwohl es natürlich auf diesem Sytem problemlos läuft….. Windows 2000 und XP sind in etwa gleich auf mit Linuxdistributionen, die Gnome oder KDE als Desktop verwenden. Meine Lieblingsdistribution ist VectorLinux mit Fluxbox als Desktop - sieht gut aus (screenshot), ist auch für nicht Linuxkundige einfach zu bedienen (Administration und Einrichtung ist etwas schwieriger als z.B. bei Ubuntu) - ist extrem schnell und resoucenschonend. VectorLinux gibt es auch als VL-light (da ist sogar ein P III 500 mit einer neuen Laptop-Festplatte noch eine Rennmaschine) und als VL64 bit - ein mit mit cpupowerd oder CrsytalCPUID gezähmter Prozessor läuft damit zu ungeahnten Höchstleistungen auf.

Gehäuse

Tatsache ist leider, dass bis jetzt normale Gehäuse nicht für 2,5″ Festplatten und Slim-DVD Brenner gedacht sind - d.h. man/frau muss immer basteln. Am schwierigsten ist immer der Einbau eines Slim-DVD Brenners - Ausnahme die relativ teuere Variante von Plextor- PlexWriter PX-608AL.

Wem der Einbau eines Slim-DVD zu schwierig ist, kann auf das Samsung SH-S203D zurückgreifen, das keine Probleme bereitet. Um eine 2,5″ Festplatte in einen 3,5″ Zoll Gehäuseschacht einzubauen, wird ein Adapter benötigt.

Der Einbau in ein gebrauchtes Gehäuse (z.B.: von der Abfallsammelstelle) ist so gut wie immer möglich, solange das Gehäuse den Formfaktor ATX erfüllt (AT Gehäuse gibt es auch kaum mehr auf den Sammelstellen).

Wer ein günstiges neues Gehäuse sucht, mit der Möglichkeit einen 120mm Lüfter einzubauen: Foxconn TSAA804

Nicht zu vergessen ist auch powertop unter Linux, das anzeigt, welche Komponente des Rechners wieviel Strom verbraucht und wieviel Zeit die CPU in den einzelnen Geschwindigkeitsstufen verbracht hat.

enieffak

sehr schön zusammengefasst ++